Jahrtag des Reservistenverein am 12.09.2026

Rede des Vorsitzenden Franz-Josef Biermeier anlässlich des Jahrtag.

Wann wird man je verstehn?
Die letzte Zeile im Liedtext.
Wann wird man je verstehn?
In einem bemerkenswerten und ehrlichen Interview sagte der Bürgermeister von Kiew Vitali Klitschko, dass es für Ihn selbst zwei Tage in der Woche gibt, die er hasst und ihn selbst sehr schwer Fallen!
Am Dienstag besucht er die Kriegsversehrten im Krankenhaus. Was sagt man einen dem beide Beine weggeschossen worden sind, was sagt man einen dem das halbe Gesicht fehlt. Der Bürgermeister darf dann Orden anheften und hört sich Worte sagen, die er selbst nicht mehr glauben kann. Von Ruhm und Ehre, von Tapferkeit,
Dankbarkeit und Pflichterfüllung. Wissend dass das weitere
Leben für die Kriegsversehrten ein sehr hartes werden wird!
Am Mittwoch fährt der Bürgermeister dann zu den
Angehörigen von gefallenen Soldaten, meistens zu den Eltern,
denn sehr viele Gefallene sind oder besser ausgedrückt
waren noch sehr jung. Auch hier versucht der Bürgermeister
mit Ordensübereichungen und mit den Floskeln von Ruhm
und Ehre, von Tapferkeit und Dankbarkeit schnell davonzukommen. Einen Moment wird es still im Interview.

Dann sagte der Bürgermeister, er müsse von einer Begegnung mit einer Mutter erzählen. Es war ein Kondolenzbesuch für einen gefallenen Soldaten. Als der Bürgermeister anfing mit den üblichen Worten, Ordens- und Urkunden – Überreichungen, da unterbrach ihn die Mutter und sagte „Bitte nicht! Herr Bürgermeister vielleicht wissen Sie es nicht mehr. Sie waren schon vor einem Jahr bei mir“. Mit gebrochener Stimme flüsterte Sie: „Herr Bürgermeister Sie brauchen keine Angst zu haben, in Zukunft müssen Sie mich nicht mehr besuchen, denn jetzt habe ich keine Kinder mehr“. Dann sagte der Bürgermeister weinten wir Beide.
Heute ist unser Jahrtag, wir gedenken den gefallenen und
vermissten der beiden Weltkriege im Besonderen aus unserer
Heimat. Vielleicht sollten wir heute auch an die Mütter
denken. Was sie alles Durchmachen mussten. Und es ist egal
ob es eine Deutsche oder Ukrainische oder eine Russische
Mutter ist. Alle Mütter hatten und haben das gleiche Leid.
Als Christ sollte man immer für Versöhnung sein, man sollte
verzeihen können! Aber ich hoffe wirklich, dass die
Verantwortlichen, die soviel Leid angerichtet haben,
irgendwann dafür bezahlen werden!
Ich hoffe sehr, dass es unseren Verein noch nächstes Jahr geben wird, aber eines weiß man leider ganz bestimmt, dass es nächstes Jahr immer noch Krieg und Terror irgendwo auf dieser Welt geben wird. Und leider Mütter geben wird, die sagen werden: Herr Bürgermeister, Sie brauchen nicht wieder kommen, denn ich habe keine Kinder mehr. – Wann wird man je verstehn!

Zum Zeichen der Erinnerung und der Mahnung an die Gefallenen und Vermissten der Pfarrei Schwanenkirchen und an die Opfer der Gewaltherrschaft, legt der Krieger – und Reservistenverein Schwanenkirchen hier am Kriegerehrenmal eine Blumenschale nieder mit der Innschrift: „In Dankbarkeit“

Im Namen des KRV Schwanenkirchen darf ich danke sagen:

  • Als Erstes Dank an alle heute hier für ihre Teilnahme!
  • Vergelts Gott an Pater Thomas Wagner Pater Thomas Wagner für den feierlichen Gottesdienst und dem Gebet vor dem Kriegerdenkmal!
  • In den Zusammenhang möchte ich noch zweimal ein Vergelts Gott zum Himmel schicken. Mit Pfarrer Konrad Bittmann durfte ich die ersten beiden Jahrtage als Vorstand feiern. Und mit Diakon Dieter Stuka die letzten vier Jahrtage. Beide sind dieses Jahr leider verstorben.
  • Vielen Dank an unseren Bürgermeister Mathias Berger für seine Ansprache. Sie sind ja erst seit kurzem im Amt. Wir wünschen Ihnen alles Gute und immer eine glückliche Hand! Und mögen Sie nie in die gleiche Lage kommen wie der Bürgermeister von Kiew.
  • Dank an die Musikkapelle „Deggendorfer Stadlmusi“ unter der Leitung von Georg Mirwald für die wunderschöne Blasmusik.
  • Dank an den Organisten Max Biermeier für die wunderschöne Orgelmusik. Dank an Frau Sieglinde Ritzinger für die wundervolle Liedstimme.

Dank an alle Vereine für Ihre Teilnahme

Unseren Patenverein Krieger und Reservistenkameradschaft Iggensbach

  • Den Frauenbund Schwanenkirchen
  • Den Sportverein Schwanenkirchen
  • Den beiden Feuerwehren Waltersdorf und
    Schwanenkirchen, auch für die Verkehrssicherung
  • Und Premiere – den VDK Schwanenkirchen
    Dank an unserer Fahnenmutter Frau Angie Sommer, danke dass Du heute dabei bist!
    Heute möchten wir uns besonders bedanken, bedanken mit
    einem Blumenstrauß bei Frau Brigitte Hartenberger – bitte
    komm vor! Liebe Brigitte danke für die wunderbare Pflege
    des Kriegerdenkmal – immer Blumen und Gestecke – immer
    brennen die Lichter, es ist für uns eine Freude! Du tust Das
    was die Mütter der Gefallenen, wenn sie noch lebten tun
    würden. Vielen Dank!
    Heute ist auch Maria Namen – Alles Gute allen Marias zum Namenstag!

Nun bitte ich Sie zum Gebet und Gedenken vor das Kriegerdenkmal. Nach der Nationalhymne bitte um Aufstellung zum Fackelzug unten im Pfarrplatz. Anschließend herzliche Einladung zum gemütlichen Beisammensein im Zacherwirth.

Wir feiern 81 Jahre Frieden! Frieden ist nicht alles, aber ohne
Frieden ist alles nichts!

Pater Thomas Wagner im Hintergrund und vorne die Gestecke die am Kriegerdenkmal abgestellt werden.
Pater Thomas im Hintergrund und vorne die 2 Gestecke die am Kriegerdenkmal abgestellt wurden.

Alle Vereine nahmen zahlreich an der Feier teil. In der Kirche hätte es noch Platz gegeben war aber trotzdem gut besucht. Pater Thomas feierte mit der ganzen Pfarrei den Gedenktag in der Kirche und anschließend am Kriegerdenkmal. Zum Abschluss ging die ganze Gemeinschaft mit Fackeln durch Schwanenkirchen.