





Ewald Schredinger

Alois Baumann

Georg Brocher

Josef Hartenberger

Hans Hanakam






Festakt im Pfarrsaal: Rede von Vorsitzende Erika Kraus
Liebe Festgäste es ist mir eine Freude einen kurzen Rückblick aus der 50 jährigen Vereinsgeschichte zu geben. Ich bin ganz sicher, dass viele von Euch noch viel mehr Geschichten erzählen können. Ich habe zusammengetragen was in Ordnern zu finden ist und mir Leute gesagt haben. Damit wir eine Vorstellung bekommen in welcher Epoche der Kirche der Verein gegründet wurde ein Ausschnitt aus dem Deggendorfer Donauboten zur
900 Jahr-Gedenkfeier in Reichersdorf und Schwanenkirchen
Text aus dem: Deggendorfer Donauboten 05.05.1960
Die 900 Jahr-Feier in Schwanenkirchen habe über 8000 Gläubige barfuß von weither zusammengeführt. Der Passauer Bischof Heinrich von Hofstetter habe dafür von Hildesheim Reliquien des Heiligen erbeten, da in der Diözese keine mehr vorhanden waren. Sie seien in den Dom von Passau, nach Niederalteich, Schwanenkirchen, Hengersberg und Kremsmünster gekommen. Ein Jahr später habe er weitere Partikel für Altötting aus Hildesheim erhalten. Bei der 900 Jahr-Feier wurden vom 30. April bis 7. Mai 1960 täglich drei Predigten gehalten, wobei jeweils nur die Hälfte der Gläubigen in der Kirche von Schwanenkirchen Platz hatte, von 2 Uhr früh an waren die Beichtstühle schon belagert, obwohl die Beichtväter, deren es schließlich 18 waren, erst um 5 Uhr kamen. Die Folge dieser 900 Jahr-Feier sei eine Belebung des Gotthardkultes und die Schaffung von Verehrungsstätten von Finnland bis Süditalien gewesen. Professor Prälat Doktor Josef Oswald sprach die Hoffnung aus, daß die 1000 Jahr-Feier von ähnlicher segensreicher Wirkung sein möge.
Ewald Schredinger hat mir erzählt dass er zur Gründungszeit des Vereins Vorsitzender der Kirchenverwaltung und Mitglied im Pfarrgemeinderat war. Vor der Gründung des Vereins wurden zwei Fahrten nach Hildesheim an den Schrein des Heiligen Gotthard unternommen. Pfarrer Franz Kellermann ist gefahren.
Die Gotthard Prozession von Schwanenkirchen war jährlich der Höhepunkt nach 3 Tagen Anbetung und Exerzitien die von Kapuziner Patern aus Altötting gehalten wurden. Für die „Frauen“ war die Prozession eine Modenschau, das neue Kleid mußte dazu ausgführt werden.
Herr Hanakam kann sich erinnern, dass die Gotthard Kapelle abgerissen werden sollte, da diese ständig unter Wasser stand und sehr baufällig war. Um das zu verhindern wurde die Satzung des Vereins am 14. März 1976 von den Gründungsmitgliedern unterzeichnet. In der Satzung wurde festgelegt, dass der 1. Vorsitzende immer der Pfarrer von Schwanenkirchen mit Alleinvertretungsbefugnis ist. In einem Schreiben vom 19.01.1984 teilt Pfarrer Kellermann dem Amtsgericht Deggendorf mit, das Georg Lösl stellvertretender Vorsitzender des Vereins ist.
Einer Abschrift des Notars Lindner vom 06.10.1995 ist zu entnehmen, daß die Mitgliederversammlung als stellvertretenden Vorsitzenden Josef Hartenberger zum neuen Vorsitzenden gewählt hat. In den Jahren ca ab 2000 ist Pater Beda Naneder besorgt um den Fortbestand des Vereins. Immer weniger Menschen interessieren sich und kümmern sich um den Heimatheiligen. Im Jahr 2005 erkrankt Pater Beda und Pfarrer Pius Vollath wird zum 1. Vorsitzenden des Vereins automatisch mit der Ernennung als Pfarrer von Schwanenkirchen. Sein vehementes „ja was soid i den no ois doa“ nimmt der 2. Vorsitzende Josef Hartenberger zum Anlass und beruft am 03.08.2006 eine ordentliche Mitliederversammlung mit Neuwahlen ein.
Gerademal 9 wahlberechtigte Mitglieder Leitl Hans, Leitl Marianne, Loibl Gotthard, Hans Hanakam, Ritzinger Siglinde, Weiß Xaver, Brocher Georg, Drasch Josef und Lösl Gotthard sind anwesend genehmigen die neue Satzung des Vereins und wählen Gerhard Pauli zum 1. Vorstand und meine Wenigkeit zur Stellvertretung. Weiter gehören dem Vorstand die Mitglieder Alois Baumann, Brocha Georg, Hartenberger Josef, Lösl Gotthard und Loibl Gotthard sowie der Kassier Drasch Josef und Siglinde Ritzinger als Schriftführerin an.
Über all die Jahrzehnte hindurch, haben Schüler der 5. Klasse des St. Gotthard Gymnasiums die Gotthard Kapelle besucht, die Familien aus Reichersdorf wechseln sich beim Aufsperren, Glockenläuten und reinigen der Gotthard Kapelle ab. Pilgergruppen und Besucher werden empfangen und betreut und wöchentlich der Rosenkranz in der Gotthardkapelle von den Vorbeterinnen Therese Trost und Elfriede Donnerbauer gebetet.
Eine große Freude war die Eröffnung der Gotthardwoche am 05.05.2014 dem Geburtstag des Heiligen Gotthard mit ihnen Herr Abt Dr. Mariaunus Biber auf der Landesgartenschau in Deggendorf. Alle Ortsvereine aus Schwanenkirchen, Pfarrer Simon aus Winzer mit Pfarrangehörigen, Pfarrangehörige aus Niederalteich und der Pfarreien St. Martin und Maria Himmelfahrt aus Deggendorf haben teilgenommen.
Im Januar 2014 hat Mgsr. Dr. Bernhard Kirchgessner die Gotthard Litanei geschrieben.
Es gäbe noch viel zu erzählen, aber die letzten 10 Jahre sind uns vermutlich alle gut in Erinnerung.
Einen wertvollen Schatz hat Anna von Kessel unter Mithilfe von vielen von Ihnen mit dem „Gotthard Büchlein“ zum 50 jährigen Jubiläum geschaffen.
Dieses Büchlein erzählt die Geschichte des Gotthard Vereins zum 50. Jährigen Jubiläum und die wohl einzigartige und einmalige Verpflichtung der Reichersdorfer Bewohner zum Erhalt der Gotthard Kapelle. Erhalten werden soll nicht nur die steinerne Gotthardkapelle sondern die Glaubenskraft des Heimatheiligen.
Sein Anliegen waren die Entwicklung unserer Heimat für ein gesellschaftlich gelingendes Leben. Als Basis dafür hat er uns eine Lebenshaltung hinterlassen und empfohlen, die fest verankert ist in der Hoffnung und dem bedingungslosen Vertrauen auf die Wirklichkeit Gottes in unserem Leben. Der heilige Gotthard lebte in einer Zeit des Umbruchs und der Krisen. Kommt uns das bekannt vor ? Ich freue mich mit Ihnen liebe Gäste und lade sie ein an diesem Anker des Glaubens festzuhalten. Liebe Festgäste sagt es weiter und laßt es uns leben, der Glaube an Gott gibt uns Orientierung für ein gelingendes Leben.
Es geht nicht nur um einen Rückblick sondern auch um einen Ausblick. Es hängt von dem JA eines jeden Einzelnen ab, ob ich mich für eine Sache einsetze oder nicht. Vergangenen Mittwoch sind ca. 20 Helferinnen und Helfer aus Reichersdorf hier aufgeschlagen und haben mitgeholfenb den Pfarrsaal und alles notwendige herzurichten, die Kellerbuam aus Plattling die uns heute die Schweinshaxn und Currywurst so köstlich zubereitet haben, Gerlinde Pauli die ganz selbstverständlich das feine vegane Essen gekocht hat, die Bedienungen, die Leute in der Küche, die Geist Mädels beim Kuchenverkauf, mithelfen und Gastfreundschaft sind Früchte des Glaubens, Vergelts Gott Euch allen.
Wer glaubt ist nicht allen, dieser Satz von Papst Benedikt zum Weltjugendtag 2005 in Köln ist mir in lebendiger Erinnerung. Diesen Aufruf möchte ich nutzen um Euch zu ermutigen, werdet Mitglied im Gotthard Verein. Helft mit die Fürsprache unseres Heimatheiligen lebendig zu halten.